Neuigkeiten 2016_12 PRIMO-Gefäßsystem - Nano-Partikel - Immunsystem - Updates
Seite 2 von 2: Updates
Update 2019
Neues Gefäßsystem in Knochen gefunden!
Anika Grüneboom, Ibrahim Hawwari, […] Matthias Gunzer. Network of trans-cortical capillaries as mainstay for blood circulation in long bones. Nature Metabolism Published: https://www.nature.com/articles/s42255-018-0016-5
Januar 2023
4. Hirnhaut gefunden !
Rochester – Dänische und US-amerikanische Forscher haben im Gehirn von Mäusen und Menschen eine vierte Hirnhaut entdeckt. Die hauchdünne „subarachnoid lymphatic-like membrane“ (SLYM) teilt nach ihrem Bericht in Science (2023; DOI: 10.1126/science.adc8810) den Subarachnoidalraum in zwei Kompartimente. Sie umschließt Blutgefäße und enthält Abwehrzellen. Es besteht eine Ähnlichkeit mit dem Mesothel, das als Pleura, Peritoneum und Perikard innere Organe umhüllt. Bisher sind drei Hirnhäute bekannt. Von außen nach innen sind dies die Dura mater direkt unterhalb des Schädelknochens, die Arachnoidea und die Pia mater, die dem Hirngewebe aufliegt. Die 4. Hirnhaut, die ein Team um Maiken Nedergaard vom University of Rochester Medical Center im US-Staat New York zusammen mit dänischen Forschern beschreibt, befindet sich oberhalb der Arachnoidea im Subarachnoidalraum. Sie ist hauchdünn und besteht nur aus wenigen Zellschichten. Die SLYM zerfällt nach dem Tod innerhalb kurzer Zeit, was erklären würde, warum sie bisher von Anatomen nicht gesehen wurde. Die genauen Zusammenhänge des glymphatischen Systems sind derzeit Gegenstand eines Projekts der BRAIN Initiative, das vom US-National Institute of Health (NIH) finanziert wird. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/140103/Anatomie-Forscher-entdecken-vierte-Hirnhaut
2024
Dt. Ärzteblatt 5.6.2024 - Ultrafeine Partikel erhöhen das Herzinfarktrisiko. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/151934/Ultrafeine-Partikel-erhoehen-das-Herzinfarktrisiko | NAKO Projekte https://transfer.nako.de/transfer/public/approved-research?study=NAKO "Ultrafeine Partikel können alle Organe erreichen „Unsere ersten unveröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Glukosewerte als auch die Pulsfrequenz bei Teilnehmenden mit hoher UFP-Konzentration am Wohnort höher lagen“, „Ultrafeine Partikel können in den Blutkreislauf eintreten und direkt mit dem Blut und mit den Gefäßwänden interagieren“, sagte Schneider zur Erklärung. „Sie können die Blut-Lungen-Schranke überwinden, zu allen Organen transportiert werden und dort Entzündungsreaktionen auslösen.“ Insofern sei fast alles denkbar, was diese Partikel im Körper auslösen könnten. Bluthochdruck ist häufiger bei höherer Partikelkonzentration - Angestiegen sei ebenfalls das Risiko, an Hypertonie zu erkranken und einen Herzinfarkt zu erleiden. „Dieser Zusammenhang war auch nach Berücksichtigung der klassischen Schadstoffe zu sehen“, erklärt Annette Peters, die Leiterin der Studie, gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Keine Assoziationen seien zwischen UFP und Schlaganfall oder Diabetes gefunden worden. „Umweltfaktoren beeinflussen maßgeblich unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit“, betonte Schneider. „Die Hauptfaktoren sind Luftschadstoffe, Chemikalien, nicht-optimale Lufttemperaturen, Lärm und der Mangel an Grünflächen.“ In Zukunft würden Umwelteinflüsse besonders in den Städten noch wichtiger werden: aufgrund von Bevölkerungswachstum, Bevölkerungsüberalterung und Klimawandel."